Pro Sestio oratio (Q2)

Selbstdarstellung in der Antike

Bildunterschrift:

Wie stellen Menschen ein vermeintliches Fehlverhalten retrospektiv dar, das sie selbst begangen haben? Wie begründen sie dieses Verhalten, ohne die eigene Person in ein ambivalentes Licht zu rücken? Kann man überhaupt von einem Fehlverhalten sprechen? Wurde man gar zu diesem vermeintlichen Fehlverhalten gedrängt? In welchem Kontext werden derartige Recht-fertigungsversuche überhaupt vor welchem Publikum getätigt?

Bei einem ersten Blick auf diese Fragen fühlt man sich vermutlich direkt an Personen aus der postmodernen Öffentlichkeit erinnert. Doch bereits vor mehr als zwei tausend Jahren gab es ähnliche Vorkommnisse, die bis in unsere Zeit bestens dokumentiert sind. So kommt es in Ciceros Pro Sestio oratio zu einem Exkurs des Autors zur Begründung seines im Nachhinein für illegitim erklärten Vorgehen gegen Anhänger der Catilinarier 63 v. Chr.

Den Vorgaben des schulinternen Curriculums entsprechend wird in Unterrichtsvorhaben Nummer vier „Staat und Staatsform in philosophischer Reflexion“ jenes Werk im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe Q2 gelesen.

Fortan werden hier im Unterricht entstandene Lernprodukte der Schülerinnen und Schüler des Kurses hochgeladen, die sowohl von Kursmitgliedern zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts als auch zum Abiturtraining verwendet werden können.

Ciceros Selbstdarstellung in Pro Sestio oratio